Fahrtheorie
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Lektion 5 der Fahrzeuggröße, sanfte Steuerung, Geschwindigkeit, Bremsen und Sicherheitsabstand-Einheit

Französische D-Klassen-Theorie: Bremstechniken zur Vermeidung von Fahrgastunbehagen

Diese Lektion konzentriert sich auf fortgeschrittene Bremstechniken, die für professionelle Personenbeförderungsfahrzeuge unerlässlich sind. Durch die Beherrschung von progressivem Bremsen und Hilfssystemen gewährleisten Sie eine sichere und komfortable Fahrt für alle Fahrgäste und gewinnen die notwendige Kontrolle für Ihre offizielle französische Theorieprüfung.

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Französische D-Klassen-Theorie: Bremstechniken zur Vermeidung von Fahrgastunbehagen

Übersicht über die Unterrichtsinhalte

Französische D-Klassen-Theorie

Bremstechniken für Personenkraftwagen: Komfort, Stabilität und Sicherheit in der Führerscheinklasse D

Für Berufskraftfahrer, die im Rahmen der französischen Fahrerlaubnis der Klasse D (permis de conduire de catégorie D) tätig sind, ist Bremsen nicht nur ein Mittel, um das Fahrzeug zum Stillstand zu bringen. Es ist eine hochspezialisierte, kontinuierliche Praxis, die physikalische Kräfte, die Sicherheit der Fahrgäste, den Verschleiß der Mechanik und die Verkehrsdynamik in Einklang bringt.

Ganz gleich, ob Sie einen Stadtbus (autobus) mit stehenden Fahrgästen durch ein belebtes Stadtzentrum steuern oder mit einem Reisebus (autocar) einen steilen Alpenpass hinunterfahren: Ihre Bremsstrategie bestimmt unmittelbar die Sicherheit und den Komfort aller Personen an Bord.

Diese Lektion behandelt die Prinzipien der Verzögerung, die Mechanik und Anwendung von sowohl progressivem Reibungsbremsen als auch ergänzenden Retardersystemen sowie die kritischen Protokolle für Notbremsungen gemäß der französischen Straßenverkehrsordnung (Code de la Route).


Die Physik der Verzögerung: Gewichtsverlagerung und Fahrgastkomfort

Um das Bremsen zu beherrschen, muss ein Fahrer zunächst die physikalischen Kräfte verstehen, die wirken, wenn ein schwerer Personenkraftwagen abbremst. Ein Standard-Stadtbus oder Reisebus kann voll beladen zwischen 10 und über 26 Tonnen wiegen. Beim Bremsen führt das Trägheitsgesetz zu einer schnellen Verschiebung der Massenverteilung.

Kinetische Energie und Gewichtsverlagerung

Wenn Sie die Bremse betätigen, wird kinetische Energie durch Reibung in thermische Energie umgewandelt. Dieser Prozess führt zu einer Gewichtsverlagerung nach vorne (transfert de charge). Die Vorderradaufhängung wird zusammengedrückt, wodurch die Vorderachse stärker belastet wird, während die hintere Antriebsachse an Gewicht und Traktion verliert.

Wenn diese Gewichtsverlagerung zu abrupt erfolgt, können mehrere gefährliche Situationen auftreten:

  • Verlust der hinteren Traktion: Die verringerte Belastung der Hinterreifen verringert deren Bodenhaftung, was das Risiko des Schleuderns erhöht, insbesondere auf nassen oder vereisten Straßen (chaussée glissante).
  • Ausfedern der Aufhängung: Eine heftige Stauchung der Vorderradaufhängung wird von einem plötzlichen Ausfedern gefolgt, wenn die Bremse gelöst wird. Dies erzeugt einen sekundären Ruck, der das Fahrzeug und seine Insassen destabilisiert.

Das Verständnis der Komfortgrenzen für Fahrgäste

Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln erleben Bremskräfte nicht auf dieselbe Weise wie der Fahrer. Während der Fahrer sicher in einem luftgefederten Sitz angeschnallt ist und sich am Lenkrad festhalten kann, stehen Fahrgäste möglicherweise, gehen durch den Gang, tragen Gepäck oder sitzen ohne Sicherheitsgurt.

Die physiologische Auswirkung des Bremsens wird durch die Verzögerungsrate in Metern pro Sekunde zum Quadrat (m/s2m/s^2) gemessen:

  • Komfortable Verzögerung (Normalbetrieb): Die Verzögerung sollte zwischen 1,0 m/s21,0 \text{ m/s}^2 und 1,5 m/s21,5 \text{ m/s}^2 gehalten werden. Dies ermöglicht es den Fahrgästen, ihr Gleichgewicht auf natürliche Weise auszugleichen, ohne sich zu überanstrengen.
  • Die Unbehaglichkeitsschwelle: Bei 2,0 m/s22,0 \text{ m/s}^2 bis 2,5 m/s22,5 \text{ m/s}^2 spüren sitzende Fahrgäste einen deutlichen Zug nach vorne, und ungesicherte Gegenstände können anfangen zu verrutschen.
  • Die Gefahrenschwelle (stehende Fahrgäste): Über 2,5 m/s22,5 \text{ m/s}^2 ist es sehr wahrscheinlich, dass stehende Fahrgäste (voyageurs debout) den Halt verlieren, ausrutschen oder stürzen. Bei diesem Wert können Hände leicht von Haltegriffen abrutschen, was zu schweren Stürzen (chutes à bord) führt – eine der Hauptursachen für Verletzungen ohne Fremdbeteiligung im städtischen Verkehr.
  • Notbremsungsschwelle: In kritischen Situationen kann die Verzögerung 5,0 m/s25,0 \text{ m/s}^2 bis 6,0 m/s26,0 \text{ m/s}^2 überschreiten. Obwohl dies zur Unfallvermeidung notwendig ist, führt es mit fast absoluter Sicherheit dazu, dass stehende Fahrgäste stürzen, und kann zu Verletzungen führen.

Warnung

Die Regel für stehende Fahrgäste: Gemäß den französischen Normen für den Personentransport ist ein Fahrer rechtlich für die Sicherheit aller Fahrgäste an Bord verantwortlich. Abruptes Bremsen ohne Notfall, das zu einem Sturz eines Fahrgastes führt, kann für den Fahrer zivil- und strafrechtliche Haftungsfolgen wegen fahrlässiger Körperverletzung (blessures involontaires) haben.


Progressives Reibungsbremsen: Techniken für eine sanfte Verzögerung

Die primäre Betriebsbremse (frein de service) nutzt Bremsbeläge und Scheiben (oder Trommeln), die durch Druckluft gesteuert werden. Um die Gewichtsverlagerung zu steuern und das Gleichgewicht der Fahrgäste zu wahren, wenden Berufskraftfahrer eine Technik an, die als progressives Bremsen (freinage progressif) bekannt ist.

Was ist progressives Bremsen?

Progressives Bremsen ist das Gegenteil des bei leichten Pkw üblichen „An/Aus“-Bremsstils. Anstatt das Bremspedal ruckartig zu betätigen und beim Verlangsamen allmählich zu lösen, baut ein professioneller Fahrer den Bremsdruck in einer kontrollierten, mehrstufigen Sequenz auf und ab.

So führen Sie eine perfekte progressive Bremssequenz aus

  1. Phase 1: Der vorbereitende Kontakt (L'attaque du frein)
    Üben Sie sanften Druck auf das Bremspedal aus. Dies leitet eine leichte Verzögerung ein, signalisiert den Fahrgästen, dass das Fahrzeug langsamer wird, ermöglicht ihnen, sich abzustützen, und baut einen Vorladedruck im pneumatischen Bremssystem auf.

  2. Phase 2: Die Hauptverzögerungsphase (La décélération progressive)
    Erhöhen Sie den Druck auf das Pedal allmählich, um die erforderliche Bremskraft zu erreichen. Da die Fahrgäste bereits abgestützt sind und sich die Aufhängung nach vorne stabilisiert hat, fühlt sich dieses tiefere Bremsen sanft und nicht ruckartig an.

  3. Phase 3: Das Lösen und Ausrollen (Le décollage des freins)
    Wenn das Fahrzeug auf Schrittgeschwindigkeit (etwa 5 bis 10 km/h) abfällt und sich dem Haltepunkt nähert, lösen Sie langsam das Bremspedal. Dies ermöglicht der Vorderradaufhängung, sich sanft zu entlasten, wodurch der letzte "Ruck" (le coup de raquette) beim vollständigen Stillstand der Räder vermieden wird.

Häufige Fehler beim Reibungsbremsen

  • Spätes Bremsen (Freinage tardif): Zu langes Zögern beim Einleiten der Verzögerung zwingt den Fahrer dazu, im letzten Moment mit hohem Druck und ohne Progression zu bremsen, was Fahrgäste heftig nach vorne schleudert.
  • Überbremsen an der Haltelinie: Den vollen Bremsdruck bis auf die Millisekunde genau beibehalten, in der das Fahrzeug anhält. Dies fixiert die Aufhängung in ihrem komprimierten Zustand und verursacht einen harten Rückstoß, der stehende Fahrgäste aus dem Gleichgewicht bringen kann.
  • Pumpen mit der pneumatischen Bremse: Wiederholtes Drücken und Lösen des Bremspedals. In Druckluftbremsanlagen entleert dies schnell die Druckluftreservoirs, verringert die allgemeine Bremsleistung und führt zu unregelmäßigen, ruckartigen Bewegungen.

Ergänzende Retardersysteme: Retarder und elektromechanisches Bremsen

Bei schweren Personenkraftwagen kann die ausschließliche Verwendung der Reibungsbremsen bei langen Bergabfahrten oder bei starkem Abbremsen aus hoher Geschwindigkeit zu Bremsfading (fading des freins) führen. Fading tritt auf, wenn die Reibungsbauteile überhitzen, was ihre Bremsleistung drastisch reduziert.

Um dies zu verhindern, sind Reisebusse und Linienbusse mit ergänzenden Retardersystemen (ralentisseurs) ausgestattet, die eine Verzögerung ohne Reibung oder Verschleiß der Bremsbeläge ermöglichen.

Es gibt zwei Haupttypen von Zusatzretardern, die in Fahrzeugen der Klasse D verwendet werden:

1. Elektromagnetische Retarder (z. B. Telma)

Dieses System, oft als ralentisseur électromagnétique bezeichnet, ist in den Antriebsstrang (Kardanwelle) des Fahrzeugs integriert. Bei Aktivierung fließt elektrischer Strom durch Elektromagnete, wodurch ein Magnetfeld entsteht, das der Drehung der an der Antriebswelle befestigten Rotoren entgegenwirkt.

  • Eigenschaften: Sehr reaktionsschnell, arbeitet lautlos und unabhängig von der Motordrehzahl. Es ist bei mittleren bis hohen Geschwindigkeiten äußerst effektiv.
  • Einschränkung: Die Effizienz sinkt bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten (unter 10–15 km/h) deutlich ab und kann das Fahrzeug nicht vollständig zum Stillstand bringen.

2. Hydraulische Retarder (z. B. Voith, Intarder)

Ein ralentisseur hydraulique nutzt Fluiddynamik in einem Gehäuse, das mit Getriebeöl oder einem speziellen Öl gefüllt ist. Ein vom Getriebe des Fahrzeugs angetriebenes Schaufelrad drückt das Öl gegen einen stationären Stator, wodurch ein starkes Bremsmoment erzeugt wird, das die Antriebsräder abbremst.

  • Eigenschaften: Bietet ein enorm nachhaltiges Bremsmoment, ideal für schwere Reisebusse bei langen Bergabfahrten.
  • Einschränkung: Es erzeugt erhebliche Wärme, die vom Kühlsystem des Motors abgeführt werden muss. Eine Überbeanspruchung kann zu einem Anstieg der Motorkühlmitteltemperatur führen.

Integration des Retarders mit der Betriebsbremse

Zusatzretarder werden entweder über einen mehrstufigen Hebel an der Lenksäule gesteuert oder sind direkt in die ersten Zentimeter des Bremspedalwegs integriert.

Regeln für den sicheren Gebrauch von Retardern

  1. Ergänzen, niemals ersetzen: Ein Retarder ist dazu konzipiert, die Geschwindigkeit zu kontrollieren und zu reduzieren, nicht für eine vollständige Bremsung oder Notbremsung. Der endgültige Stillstand muss immer mit der Betriebsbremse erfolgen.
  2. Gefahren auf rutschiger Straße: Da Retarder nur auf die Antriebsachse (meist die Hinterachse) wirken, kann das Einschalten eines Retarders auf rutschiger Straße (Regen, Schnee, Eis) dazu führen, dass die Antriebsräder blockieren oder rutschen, was zum Einknicken oder Schleudern des Fahrzeugs führen kann.
  3. Management der Motordrehzahl: Bei hydraulischen Retardern hilft es, den Motor in einem höheren Gang (höhere Drehzahl) zu halten, um die Wasserpumpe schneller drehen zu lassen und das Retarderöl effektiver zu kühlen.

Notbremsungsprotokolle: Ausbalancierung von Verzögerung und Fahrzeugstabilität

Bei einer Notbremsung (freinage d'urgence) ändert sich das Ziel des Fahrers vom Komfort der Fahrgäste zur absoluten Kollisionsvermeidung. Doch auch in einer Krise muss die maximale Verzögerung mit der Fahrzeugstabilität in Einklang gebracht werden.

Der Mechanismus der Notbremsung

In einem modernen Bus oder Reisebus, der mit einem Antiblockiersystem (ABS) und einem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) ausgestattet ist, arbeiten die Computersysteme des Fahrzeugs daran, ein Blockieren der Räder zu verhindern und die Lenkbarkeit zu erhalten. Dennoch gelten die physikalischen Grenzen der Reifenhaftung.

Um die maximale Verzögerung sicher zu erreichen, befolgen Sie das Standardprotokoll für Notbremsungen:

[Gefahr erkennen] ➔ [Sofortige, feste Betätigung der Betriebsbremse] ➔ [Lenken zur Gefahrenabwehr (keine ruckartigen Bewegungen)] ➔ [Fahrzeug stabilisieren]
  1. Sofortiger Maximaldruck: Im Gegensatz zum progressiven Bremsen erfordert eine Notbremsung ein sofortiges, festes Betätigen des Bremspedals. Pumpen Sie nicht mit dem Pedal; lassen Sie das ABS die Grip-Schwelle verwalten.
  2. Geradlinige Flugbahn beibehalten: Reifen haben ein begrenztes Traktionsbudget. Wenn Sie 100 % der Reifenhaftung zum Bremsen nutzen, bleiben 0 % für die Lenkung. Wenn Sie einem Hindernis ausweichen müssen, verringern Sie den Druck auf das Bremspedal während des Lenkvorgangs leicht, um die Seitenstabilität wiederzuerlangen, und bremsen Sie dann erneut.
  3. Lenkkorrekturen vermeiden: Ein heftiges Ausweichen während einer Notbremsung mit einem hohen Reisebus kann aufgrund des hohen Schwerpunkts zum Umkippen (tonneau) führen.

Zweistufiges Bremsen in Notfallszenarien ohne ABS

In älteren Fahrzeugen oder bei sehr rutschigen Bedingungen, bei denen elektronische Systeme Schwierigkeiten haben könnten, Traktion zu finden:

  • Anfängliche Aktivierung des Retarders: Ziehen Sie schnell den Retarderhebel auf Stufe 1 oder 2, um eine sofortige Verzögerung des Antriebsstrangs einzuleiten.
  • Progressive Integration der Betriebsbremse: Betätigen Sie die Betriebsbremse sanft, aber zügig, und stellen Sie sicher, dass Sie die Vorderräder nicht blockieren, da dies Ihre Lenkfähigkeit aufheben würde.

Französische Vorschriften und bewährte Verfahren für schwere Personenkraftwagen

Der Betrieb gemäß den französischen Straßenverkehrsvorschriften (Code de la Route) erfordert die Einhaltung spezifischer Betriebsvorschriften, die darauf ausgelegt sind, die Bremssicherheit zu optimieren.

1. Anpassung an die Fahrzeuglast (L'impact de la charge)

Der Bremsweg eines Fahrzeugs steigt proportional zu seiner Masse. Ein voll besetzter Schulbus (autocar de transport scolaire) benötigt eine deutlich längere Strecke zum Anhalten als ein leeres Fahrzeug.

Anhalteweg=Reaktionsweg+Bremsweg\text{Anhalteweg} = \text{Reaktionsweg} + \text{Bremsweg}

  • Reaktionsweg: Die Strecke, die während der Reaktionszeit des Fahrers zurückgelegt wird (üblicherweise 1 Sekunde). Bei 90 km/h sind das 25 Meter. Dieser Weg ist unabhängig vom Fahrzeuggewicht.
  • Bremsweg: Die Strecke, die nach dem Betätigen der Bremse zurückgelegt wird. Dieser wird stark von der Fahrzeugmasse, dem Zustand des Bremssystems und der Reifenhaftung beeinflusst. Ein voll beladenes Fahrzeug erfordert, dass der Fahrer das progressive Bremsen deutlich früher einleitet.

2. Anpassung an die Umweltbedingungen

Das französische Straßennetz bietet vielfältige Fahrumgebungen, die es dem Fahrer abverlangen, seinen Bremsstil ständig anzupassen:

UmweltfaktorPhysische AuswirkungKorrektur durch Fahrer
Regen / Nasse StraßenDer Reibungskoeffizient halbiert sich.Verdoppeln Sie den Sicherheitsabstand. Begrenzen oder deaktivieren Sie die Nutzung des Zusatzretarders auf rutschigem Untergrund, um ein Schleudern der Hinterräder zu verhindern.
BergabfahrtenDauerbremsen führt zu Überhitzung der Reibungsbeläge.Verlassen Sie sich primär auf den Zusatzretarder und die Motorbremswirkung. Nutzen Sie die Betriebsbremse nur in kurzen, festen Stößen, um überschüssige Geschwindigkeit abzubauen.
StadtverkehrStändiges Stopp-and-Go mit stehenden Fahrgästen.Halten Sie einen größeren Sicherheitsabstand (distance de sécurité) nach vorne ein, um lange, progressive Bremszonen zu ermöglichen.

Häufige Bremsverstöße, Grenzfälle und deren Vermeidung

1. Ausschließliche Nutzung des Retarders zum Anhalten

  • Der Fehler: Den Retarderhebel ausschließlich nutzen, um das Fahrzeug bis zum Stillstand zu verlangsamen, und die Betriebsbremse bis zum letzten Meter völlig ignorieren.
  • Warum es gefährlich ist: Der Retarder bremst nur die Antriebsachse. Eine längere, ausschließliche Nutzung kann zur Überhitzung der Hinterreifen und zu ungleichmäßigem Reifenverschleiß führen. Wenn die Straße unerwartet rutschig ist, kann dies zudem zu einem plötzlichen Verlust der hinteren Traktion und zum Ausbrechen des Hecks führen.
  • Korrekte Maßnahme: Nutzen Sie den Retarder zum Abbau hoher Geschwindigkeiten und gehen Sie dann fließend in das progressive Betriebsbremsen über, um das Fahrzeug zum Stehen zu bringen.

2. Panikbremsen mit scharfem Lenken

  • Der Fehler: In die Eisen steigen und gleichzeitig hart ausweichen, um einem Hindernis (z. B. einem Fußgänger oder einem ausscherenden Auto) zu entgehen.
  • Warum es gefährlich ist: Die Kombination aus maximalem Bremsen und extremen Lenkwinkeln überschreitet die physikalischen Grenzen der Reifenhaftung. Dies führt zu schwerem Untersteuern (der Bus fährt trotz eingeschlagener Räder geradeaus) oder zum Umkippen.
  • Korrekte Maßnahme: Betätigen Sie die Notbremsung zunächst in einer geraden Linie, um so viel kinetische Energie wie möglich abzubauen. Lösen Sie die Bremse leicht, wenn ein Lenkmanöver erforderlich ist, um dem Hindernis auszuweichen.

3. Missachtung von Beladungsunterschieden zwischen Fahrten

  • Der Fehler: Einen voll besetzten Reisebus mit denselben Bremspunkten und Abständen fahren, die man beim Fahren des leeren Fahrzeugs zurück zum Depot verwendet.
  • Warum es gefährlich ist: Der Fahrer wird konsequent über Haltepunkte, Abzweigungen und Bushaltestellen hinausschießen, was zu abrupten, harten Korrekturen zwingt, die Fahrgäste gefährden.
  • Korrekte Maßnahme: Führen Sie zu Beginn jeder Fahrt immer einen mentalen „Bremstest“ durch, um Ihren Fußdruck an das aktuelle Gewicht und die Beladung des Fahrzeugs zu kalibrieren.

Zusammenfassung der Schlüsselkonzepte

  • Progressives Bremsen umfasst eine dreiphasige Anwendung: ein sanfter vorbereitender Kontakt zur Stabilisierung der Aufhängung, ein progressives Drücken zur Verzögerung und ein allmähliches Lösen kurz vor dem Stopp, um einen Rückstoß der Aufhängung zu verhindern.
  • Komfortgrenzen für Fahrgäste schreiben vor, dass die normale Verzögerung 1,5 m/s21,5 \text{ m/s}^2 nicht überschreiten sollte. Verzögerungen über 2,5 m/s22,5 \text{ m/s}^2 stellen ein ernstes Verletzungsrisiko für stehende Fahrgäste dar.
  • Zusatzretarder (elektromagnetisch und hydraulisch) sind entscheidende Werkzeuge zur Geschwindigkeitskontrolle, ohne die Reibungsbremsen zu verschleißen. Sie müssen als Ergänzung genutzt werden, niemals auf rutschigen Straßen und niemals, um vollständig zum Stillstand zu kommen.
  • Bei Notbremsungen hat die Fahrzeugstabilität Vorrang. Nutzen Sie maximalen Pedaldruck und halten Sie die Lenkbewegungen so gerade und sanft wie möglich.
  • Fahrzeugbeladung erhöht den Bremsweg drastisch. Beginnen Sie immer früher mit dem Bremsen, wenn Sie ein voll besetztes Fahrzeug befördern.

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Häufig gestellte Fragen zu Bremstechniken zur Vermeidung von Fahrgastunbehagen

Finden Sie klare Antworten auf häufig gestellte Fragen von Lernenden zu Bremstechniken zur Vermeidung von Fahrgastunbehagen. Erfahren Sie, wie die Lektion strukturiert ist, welche fahrtheoretischen Ziele sie unterstützt und wie sie in den gesamten Lernpfad der Einheiten und den Lehrplanverlauf in Frankreich passt. Diese Erklärungen helfen Ihnen, Schlüsselkonzepte, den Unterrichtsablauf und prüfungsorientierte Lernziele zu verstehen.

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Progressives Bremsen ist entscheidend, da Personenfahrzeuge einen höheren Schwerpunkt und eine hohe Fahrgastlast haben. Plötzliche Geschwindigkeitsänderungen können dazu führen, dass Fahrgäste, insbesondere Stehende, stürzen oder sich unwohl fühlen, was die Sicherheit und Ihren professionellen Ruf gefährdet.

Wann sollte ich den Einsatz eines elektrischen oder hydraulischen Retarders priorisieren?

Retarder sollten bei langen Gefällestrecken oder bei regelmäßigen Geschwindigkeitsreduzierungen zur Unterstützung der Betriebsbremsen eingesetzt werden. Dies verhindert eine Überhitzung der primären Bremsanlage und ermöglicht eine deutlich sanftere Verzögerung, was für Ihre Fahrgäste komfortabler ist.

Wie wirkt sich die Fahrzeugbeladung auf meine Bremsstrategie im Reisebus aus?

Ein voll besetzter Reisebus hat ein wesentlich höheres Momentum als ein leerer. Sie müssen früher mit dem Bremsen beginnen und dies schrittweise tun, um der erhöhten Masse Rechnung zu tragen und sicherzustellen, dass der Anhalteweg sicher bleibt, ohne ruckartige Bewegungen.

Werden in der Theorieprüfung Fragen zu spezifischer Retarder-Hardware gestellt?

Die Prüfung konzentriert sich auf die Prinzipien und den sicheren Betrieb dieser Systeme und nicht auf deren mechanische Reparatur. Erwarten Sie Fragen dazu, wann diese Systeme am effektivsten sind und wie sie zur allgemeinen Fahrzeugstabilität und Sicherheit beitragen.

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